Zeitschalter

Ein kleiner unbeleuchteter Schuppen war der Auslöser für diese Schaltung. Wenn ich abends nach einer feuchtfröhlichen Feier mein Fahrrad in eben erwähnten Schuppen parken wollte, ergaben sich zahlreiche Schwierigkeiten, die nicht allein auf den Alkohol zurückzuführen waren: es fehlte eine Beleuchtung.
Nun lohnte es sich nicht, Strom zu verlegen, schließlich hatte ich vor Jahren mal einen schönen 12Volt Akku günstig geschossen, für den ich noch keinen Verwendungszweck hatte. Also kam der Lötkolben zum Einsatz. Die entstandene Schaltung hat den entscheidenden Vorteil, dass das Licht nach einer definierten Zeit auch abgeschaltet wird (sehr wichtig an solchen Abenden). Des weiteren fließt im StandBy kein Strom, so hält ein kleiner Akku problemlos viele Monate.
Zum Aufbau: im StandBy sind alle Transistoren gesperrt, das Relais ist wie die Lampe und der Timer (IC1) stromlos. Die ändert sich schlagartig, wenn das Relais anzieht, IC1 und Lampe werden an die Spannungsversorgung gelegt. Nun hält der Timer über T2 das Relais angezogen, ist die Zeit um, fällt es ab und Lampe und IC1 sind wieder absolut stromlos.
Um das Relais von außen zu aktivieren, hat T2 noch einen zweiten Eingang über R3. Schließt der Taster , lädt sich der Elko C1 auf, T2 beginnt zu leiten und zieht das Relais an. Es folgt der oben beschriebene Schritt bis zur Abschaltung. Ein kleines Problem ergibt sich noch. Im Moment des Einschalten des Timers wird dieser noch nicht getriggert, d.h. erläuft nicht automatisch an. Dieser nachgebildete Monoflop wird durch wird durch T1 angestoßen, der einen Pegelwechsel erzeugt, wenn der Elko C1 entladen ist.
Das Ganze mag vielleicht ein bisschen komplex wirken, ist aber total simpel und funktioniert wunderbar.

Download Schaltplan als Target 2001 oder Eagle 4.16

Bauteilplan
IC1 NE555 C2 100 uF R6 2 MOhm
T1 .. T2 BC 547B R1 .. R3 1 kOhm RE1 Relais (Schließer)
D1 .. D4 1N4148 R4 6,8 kOhm LMP1 Lampe 12V 5W (aus Scheinwerfer)
C1 10 uF R5 10 kOhm BAT 12V (z.B. 2Ah)

Mini-Elektroschocker (Weidenzaun)

Aus der Not heraus entstehen schon einige Projekte. Hier waren es Tiere, die sich an den Mülltonnen bedienten. Ein paar Meter Maschendrahtzaun, ein Zelthering als Erdspieß und fertig war der Weidenzaun in klein. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass dieser Aufbau im Grund genommen völlig ungefährlich ist, solange die Betriebsspannung von 12 Volt eingehalten wird.
Ein Blick auf den Schaltplan verrät sofort die astabile Kippstufe, deren Impulslänge und -verhältnis durch die zwei Potis gut einstellbar ist. Je nach Einstellung wird die Hochspannung als angenehmes Kribbeln oder schmerzhaftes Pieksen empfunden. Sobald T2 leitend wird, schaltet auch der Leistungstransistor T3. Es fließt ein recht hoher Strom durch die Sekundärwicklung des Trafos, der eine hohe Spannung an der Primärwicklung erzeugt. D1 und D2 sind äußerst wichtig, sie schützen den Transistor vor Zerstörungen.

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Bauteilplan
T1 .. T2 TUN (z.B. BC 547B) R5 .. R6 47 kOhm
T3 BD 235 D1 1N4007
C1 .. C2 1 uF D2 ZPY 12V
R1 .. R2 560 Ohm TR1 220V auf 12V (o.ä.)
R3 .. R4 3 kOhm