Wer hat nicht schon davon geträumt, ein eigenes Lauflicht für den Partykeller oder die nächste Party. Auch ich bin, trotz fehlendem Keller, diesem Traum verfallen. Somit ist die folgende Schaltung eines meiner ersten Projekte gewesen.
Die Funktionsweise ist denkbar einfach. Die zehn Ausgänge von IC1,einem Dezimalzähler, treiben über entsprechend dimensionierte Transistorstufen die Leuchtdioden. Ein NE555 sorgt für den richtigen Takt und die Laufgeschwindigkeit des Lauflichtes. C1, R22 und R21 beeinflussen die Frequenz der Impulse, die IC2 liefert. R21 ist deshalb als verstellbarer Widerstand ausgelegt.
Download Schaltplan als Target 2001 oder Eagle 4.16
| Bauteilplan |
|||
| IC1 | NE555 | R11 .. R20 | 6,8 kOhm |
| IC2 | CD 4017 | R21 | 220 kOhm |
| T1 .. T10 | TUN (z.B. BC 547B) | R22 | 4,7 kOhm |
| C1 | 3,3 uF | R23 | 6,8 kOhm |
| R1 .. R10 | 560 Ohm bei LED=20mA | R24 | 1 kOhm |
8Bit programmierbares Lauflicht
Tja, es hatte nicht lange gedauert, da hatte Lauflicht Nr. 1 seinen Reiz verloren... Also musste schnell ein neues her. Leider ist die vorgestellte Schaltung keine Eigenentwicklung. Ich habe lediglich kleinere Änderungen vorgenommen. Aber die Arbeitsweise fand ich damals wie heute einfach genial. Grund genug, dieses Lauflicht zu erwähnen.
Herzstück im programmierbaren Lauflicht ist das 8Bit Schieberegister IC2.
Seine Ausgänge treiben die LED's. Hierbei ist zu beachten, dass dies nur
bei den sogenannten LowCurrent-LED's unbedenklich ist. Andernfalls ist eine
einfache Emitterschaltung wie im oberen Lauflicht zu implementieren.
Es gibt zwei Betriebsmodi. Einmal den Programmiermodus und den "Run"-Modus.
Programmiert wird das Schieberegister Bit für Bit über einen einfachen
Taster. Jedes Bit entspricht hier natürlich einer LED.
Nun zur Umsetzung: die Daten des Laufmusters werden seriell an den Eingängen
A und B eingegeben. Bei gedrücktem Taster Reset wird eine '0' ansonsten
eine '1' geschrieben. Der NE555, der auch hier den Takt generiert, er ist direkt
mit dem Clock-Eingang von IC2 verbunden und erzeugt nun einen Impuls. Das gerade
geschriebene Bit wird nun um eine Position nach rechts geschoben und das nächste
kann programmiert werden.
Sind nun alle 8Bits im Schieberegister abgelegt, wird der Schalter auf Run gelegt.
Das Tolle ist nun, dass das höchstwertigste Bit nun automatisch an die
Eingänge gelegt und beim nächsten Puls übernommen wird. So werden
die Daten endlos im Kreis geschoben. Es sei noch erwähnt, dass während
des Programmiervorganges die Laufgeschwindigkeit sehr klein sein sollte, da
nicht ausgewertet wird, ob eine Eingabe erfolgt ist.
Wem die Speichertiefe von 8Bit nicht ausreicht, kann beliebig viele Schieberegister
aneinander hängen. Die Eingänge des nächsten IC's werden an den
Ausgang Q8 des vorherigen gelegt. Q8 des letzten IC's geht an die Eingänge
des ersten, so wird der Kreis geschlossen und die Daten gehen nicht verloren.
Download Schaltplan als Target 2001 oder Eagle 4.16
| Bauteilplan |
|||
| IC1 | 74LS164 | R10 | 250 kOhm |
| IC2 | NE555 | R11 | 4,7 kOhm |
| R1 .. R8, R13 | 270 Ohm | R12 | 6,8 kOhm |
| R9 | 1 kOhm | C1 | 3,3 uF |