Beschreibung i-Cybie

Was ist i-Cybie ? Der Hersteller beschreibt ihn folgendermaßen:
"i-Cybie ist das erste echte Roboter-Haustier ! Der erstaunliche kleine Hund wird sehr schnell zu einem äußerst unterhaltsamen Teil deines Lebens werden. Der 3 Pfund schwere i-Cybie besteht aus 1.400 Einzelteilen und über 30 Metern Kabel. Die künstliche Intelligenz seines Computers und zahlreiche Tasten bzw. Sensoren ermöglichen es dem kleinen Kerl, beinahe alles zu tun - nur schmecken und riechen kann er nicht. Aber das beste an i-Cybie ist eindeutig seine Persönlichkeit."

Aber was ist der i-Cybie nun wirklich ? Es fällt schwer zu glauben, dass der Hund als Spielzeug für Kinder ab acht Jahren deklariert ist. Vermutlich sind es hier eher die technikbegeisterten Junggebliebenen, die sich von dem beeindruckenden Zusammenspiel von Mechnik, Sensorik und Künstlicher Intelligenz beeindrucken lassen.
Ich selbst sehe den i-Cybie als die derzeit herausragendste technische Meisterleistung auf dem Gebiet der Robotik, da mit ihm zum ersten Mal ein sehr preiswerter autonomer Roboter auf den Markt gekommen ist. Natürlich gibt es noch den Roboterhund Aibo von Sony, oder sogar den Humanoiden Asimo von Honda, wohingegen der i-Cybie wie Spielzeug wirkt. Doch es muss hervorgehoben werden, dass der i-Cybie genau dies ist: Spielzeug ! Zu einem Preis von knapp 180 Euro kam dieser auf den deutschen Markt (in Online-Auktionshäusern gebraucht für ca. 60 Euro zu haben) und bietet jedem einzelnen die Möglichkeit für schmales Geld einen Blick in bzw. auf die Zukunft der Robotik zu werfen. Und für diesen Preis besitzt der Hund schon erstaunliche Fähigkeiten und ein Arsenal an Sensoren sowie eine ausgeklügelte Elektronik.
Was ihn für "Freaks" sehr interessant macht, ist die Tatsache, dass man neben neuen Persönlichkeiten und Verhaltensmustern auch eigene Programme für den i-Cybie schreiben und verwenden kann. Wie das funktioniert und welche Hilfsmittel dafür notwendig sind, sollen die folgenden Seiten zeigen.

Bevor es jedoch um die Modifikation der Hard- und Software geht, soll noch der Hund als eigentliches "Spielzeug" vorgestellt werden.
Um den Hund lebendig wirken zu lassen, hat der i-Cybie vier emotionale Zustände zwischen denen er je nach Zuwendung und "eigenem" Empfinden wechselt. Die vier Verhaltensmuster sind:

  1. "Fröhlich": i-Cybie ist gehorsam, aufmerksam, freundlich oder hungrig
  2. "Aufgedreht": i-Cybie ist nervös, er buddelt, er heult und er wackelt mit dem Schwanz
  3. "Müde": i-Cybie schläft, gähnt oft, streckt sich und bewegt sich nur langsam
  4. "Traurig": i-Cybie fühlt sich einsam, winselt, ist scheu und macht Männchen

Über zahlreiche Sensoren kann die Stimmung positiv wie negativ beeinflusst werden. Ein Streicheln über den Rücken führt in der Regel zur Freude. Eine Bestrafung erfolgt durch einen (Tasten-)Druck auf die Nase. Durch Zurufen kann man die Aufmerksam des Hundes erlangen. Befindet sich i-Cybie im Spracherkennungsmodus kann man ihm sogar per Sprache Befehle erteilen.

Seine motorischen Fähigkeiten, die von 16 Motoren beinflusst werden, lassen quasi jede erdenkliche Bewegung zu. Eine Auswahl an Bewegungsabläufen zeigt diese Liste:

  1. Vor- und Rückwärtslaufen
  2. Schwanz wackeln
  3. Kopf drehen
  4. Kopf auf- und ab bewegen
  5. Männchen machen
  6. Bein heben zum Pinkeln
  7. Tanzen
  8. Liegestütze
  9. Kopfstand (!)
  10. Ohr kratzen
  11. Pfötchen geben
  12. auf dem Bauch robben
  13. auf dem Bauch im Kreis drehen
  14. aus jeder Position aufstehen
  15. ...

ICView2 ist ein kleines Windows-Tool mit dem sämtliche verfügbare Bewegungsabläufe in grafischer Form am PC abgespielt werden können. Ein Blick lohnt sich, da hier auch die Komplexität einer einzelnen Bewegung erkennbar ist.